Dienstag, 21. August 2007
Happy B-Day
10 Jahre Juice
Gestern hielt ich endlich die hundertste Ausgabe des Juice Magazins in der Hand. Zuerst schaute ich mir das Plakat an und ich muss sagen "Man ich hab einiges verpasst" ^^. Naja dann kam wie immer Falk an die Reihe ich liebe seine Kolumne diesmal war das Thema "Ist HipHop wirklich Tod" und ganz ehrlich Falk hat wie meißtens Recht, aber langsam nervt es mich. Ich meine sind wir doch mal ganz ehrlich seid Jahren diskutieren wir, ob HipHop nun Tod ist oder nicht. Die einen heulen herum, dass alles nicht mehr so ist wie früher und die anderen brüsten sich mit dem was die Jugend für HipHop geschafft hat. Nun gut das ist sicherlich wie auch schon oft gesagt wurde ein Generationskonflikt, aber meiner Meinung nach sind beide Seiten nicht ganz schlüssig.
Kommen wir zuerst zu den von den guten alten Zeiten Träumern. Ich mein ihr habt ja recht es fehlt das gute alte Jam Gefühl, welches ich leider auch nicht mehr so krass mit erlebt habe, wie es mal gewesen sein muss. Die Häufigkeit einer richtigen Jam ist auf ein- bis zweimal im Jahr gesunken. Aber andererseits hat sich HipHop auch weiterentwickelt so wie auch die Gesellschaft ich mein die Umstände haben sich verändert und dementsprechend auch die Jugend uns daraus folgt natürlich auch ein anderes Verständnis für Musik, aber sind wir doch mal ehrlich das kann doch den Leuten denen es nicht passt relativ egal sein, oder? Ich persönlich bin der Meinung, dass sowohl "Gangsta" als auch Weltverbesserer ihre guten Seiten haben und mal ganz ehrlich welcher Rapper in D kann schon von sich behaupten ein echter Gangsta zu sein und das ist sicherlich das Problem. Ich mein Rap ist Musik und Musik ist Kunst und Kunst hat die Eigenschaft die Gesellschaft oder anderes zu kritisieren ( zumindest manchmal) und dies muss sie nicht immer indem sie alles realitätsgeträu darstellt. Wer würde schon hinhören wenn einer rappt "Ey Leute mir gehts nicht so gut weil ich keine Kohle hab" ?? Manchmal muss man eben etwas drastischer werden schon alleine weil heutzutage alle sich nur beschweren.
Aber was rede ich eigentlich wieder um den heißen Brei herum was ich eigentlich sagen wollte ist, dass wir nicht nur herum sitzen und meckern dürfen. Wir müssen kämpfen für das was wir alle lieben und das ist doch HipHop oder lieg ich da etwa falsch?? Scheiß drauf, ob wir Sido,Eko,Curse,FK,Dipset,Dirrty South, East Coast oder West Coast hören man. Wir alle sind HipHopper. Wir gemeinsam sind die Kultur von der alle sagen, dass sie Tot sei. Wollen wir uns das wirklich gefallen lassen?? Wollen wir wirklich zulassen, dass eine Kultur, ein Lebensgefühl einfach stirbt. Und eine viel wichtigere frage : Ist so etwas überhaupt möglich?? Man Leute wacht auf schaut euch um überall im Land drückt die Jugend durch Rap ihre Gefühle aus. Ich merke es besonders in Dresden, das HipHop lebt. Ob nun Jams, Konzerte oder Partys HipHop ist überall nur weil es im Rap gerade nicht so läuft, oder weil es euch nicht in den Kram passt, wie s läuft, heißt das doch nicht, dass alles tot ist. Es gibt immer noch Graffiti, Breakdance und Djing und wenn alle endlich mal wieder kapieren, dass es das ist was HipHop ausmacht, das Zusammenspiel all dieser Elemente, dann können wir es auch schaffen diese Kultur am leben zu halten. Ich weiß, dass es nicht immer leicht ist. Besonders in einer Zeit, wo es viele Möchtegern Rapper, Freizeit Gangster und Instant Hopper gibt, aber wenn ihr in euch hineinschaut und über HipHop nachdenkt und dabei merkt, dass euch mehr daran liegt als nur ein kurzes Gefühl. Wenn ihr nicht nur HipHopper seid, oder glaubt zu sein, weil ihr Sido gerade cool findet oder Bushido gerade krass ist oder Samy den übershit raus haut, sondern weil ihr mit dem was ihr seid ein Stück weit eure Meinung und euer Lebensgefühl ausdrücken wollt, dann verdammt nochmal steht auf und kämpft dafür. Also nicht meckern sondern etwas ändern... Peace out ich bin draußen
